Bericht und Fotos von Nadelhorn 4327 M.ü.M..                          Zurück zu Hochtouren

 

Datum: 11./ 12. September 2010

Schwierigskeitsgrad: Hannig- Mischabelhütte, Ab Verzweigung T4

                               Für Hochtour: Mischabelhütte- Nadelhorn WS II

Höhenmeter: Gesamt 2140 Meter innert zwei Tagen

Dauer: Hannig- Mischabelhütte: 3.15 Std.

           Mischabelhütte- Nadelhorn- Hanning: etwa 9.15 Std. (habe leider meine Bergsteiger-

           Uhr nicht dabei, die Batterie ist leer....)

Wer: Urban und ich

 

Route:

Bergstation Hannig- P. 2283 bei Spissen- P. 2419 bei Schönegge- Oberes Distelhorn- Mischabelhütte AACZ.

2. Tag: Misachabelhütte- Schwarzhorn- Hochbalmgletscher- Windjoch- P. 4115- Nadelhorn,

dann gleiche Route zurück.

 

Am Samstag starteten wir fit und munter ab Bergstation Hannig, oberhalb Saas Fee. Anfangs fürchtete ich, dass ich den Gipfel Nadelhorn aus Fitnessmangel nicht schaffe. Auch mir fehlte meine Akklimatisation ganz. Urban hatte schon bereits zuvor einige schöne Touren unternommen und ist körperlich bestens akklimatisiert. Ich hatte 6 Wochen lang zuvor keine anstrengende Berg- oder Hochtour unternommen, weil ich wegen Wohnungswechsel viel beschäftigt war. Doch ich hatte nur einen Wunsch, dieses Jahr endlich meine 8. Viertausender zu besteigen.

Ab Verzweigung P. 2419 bogen wir ab und gingen zickzack hinauf, bis wir an einer Stelle erreichten, wo wir uns klettersteigartig besteigen können. Dieser ähnliche Klettersteig führt uns bis zu einer Hütte, der auf 3340 M.ü.M.. liegt. Unzählige Eisenbügel und 600 Meter Drahtseile erleichterten uns das Vorankommen bis zur Hütte. Dieser Weg ist sehr steil und man blickt immer nach Saas Fee hinab.

Endlich um 17 Uhr erreichten wir die Hütte und entspannten wir den Aufstieg.

Dann feines Abendessen und genossen die Abendstimmung. Als es dunkel würde, sieht man die Lichter von Saas Fee.

 

Sonntagsmorgen um 4.30 Uhr Tagwache. Nach dem Frühstück gingen wir um 5.30 Uhr los und gingen bei Dunkelheit nach oben. Zuerst leicht kletternd gingen wir zur ein weissen Tank vorbei und weiter bis etwas unterhalb von Schwarzhorn. Dort bereiteten wir unsere Ausrüstung und gingen auf dem Hochbalmgletscher. Langsam wird der Himmel hell. Unterhalb Windjoch, ab ca. 3700 M.ü.M. weisen einige blanken Stellen auf, wo wir mit Steigeisen noch trittsicherer nach oben liefen. Dann wird es etwas flacher und wir erreichten den Windjoch. Kurzer Rast, dann gingen wir weiter auf dem breiten Firngrat, der immer schmäler wird und dann am Gipfelhang nur noch Felszacken antrifft. Während der Weg auf dem Firngrat müssten wir zwei Schlüsselstellen passieren, der schmale luftige Weg aufweist und der andere wichen wir rechts aus. Am Zackengrat suchten wir eine passende Aufstieg, der uns etwas Schwierigkeiten bereiteten. Wir stellten fest, dass wir fast richtig auf die Spur waren, da die Bergsteiger wegen Ansturm einen anderen Weg wählten, damit die anderen für den Abstieg benützen könnten.

Nach 4 Stunden erreichte ich fast erschnauft auf dem Gipfel. Herrlich! Der nahe Dom! Da möchte ich irgendwann auch hin. Sehr schön! Wir waren glücklich, dass wir auch geschafft haben. Wir waren leider nur sehr kurz oben, weil wir für die anderen Bergsteiger Platz abgeben müssten. Der kurze Grat am Gipfel ist sehr schmal und hatte keinen Platz um gemütlich zu sitzen.

Das ging aber schnell! Wir gingen gemütlich auf dem Firngrat bis zum Windjoch hinunter. Etwas unterhalb Windjoch, wo kein Wind herrschte, assen und tranken wir endlich. Nachdem wir Energie aufgetankt hatten, gingen wir auf dem Gletscher weiter. Am Schwarzhorn angekommen, packten wir die Sachen wieder ein, und gingen zur Hütte hinunter.

Ein kurzer Drink in der Hütte, machten wir uns wieder auf dem Weg, die gleiche Route hinunter. Während wir kletterten, blickten wir zur Hütte hinauf, der immer kleinerer würde und dann nur noch ein Punkt  am Hang sieht. Als wir unten in Saas Fee ankamen, sind wir kaputt und fuhren dann heim. Eine sehr schöne Erinnerung.

 

Weitere Bericht und Fotos auch bei Urban:

http://gunko.jimdo.com/wanderungen/bergtouren/nadelhorn/

 

Fotos 1. und 2. Tage: