Bericht und Fotos von Forstberg, (Sihltal, SZ) 2215 M.ü.M..

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Datum: 16. Januar 2010

Schwierigskeitsgrad: ZS+  (Siehe Bemerkung unten)

Höhenmeter: 1180

Dauer:  Aufstieg knapp 3h

Wer: Alleingang

 

Route: Weglosen- P. 1212- Kreuz bei P. 1429- P. 1600 zwischen Sädel und Steinhüttli-

P. 1733- P. 1914- Verengung unterhalb Lücke P. 2109- Gipfel

Gleiche Route zurück.

 

BEMERKUNG:

Ich wollte auf dem Rütistein (Skala: -WS), doch beim Aufstieg erwischte ich die falsche Austiegspur vom Vorgänger. Ich dachte anfangs, dass es doch eine Aufstiegmöglichkeit zur Druesberghütte führt, wo ich dann auf dem Rütistein gelangen kann. Doch bei P. 1600 merkte ich und später auf die Karte, dass die Spur gar nicht zur Druesberghütte führt und entschied mich nach Hin und Her die vorhandene Spur weiterzugehen. Ich versuchte sogar kurz direkt zu einer Hütte zu laufen, da es keine Spur hat, entschloss ich umzukehren. Die Route zur Forstberg ist schwieriger als Rütistein. Laut SAC- Führer Zentralschweiz/Tessin ist die Skala auf SS (?) beurteilt. Die gut angelegte Spur von Vorgänger und gute Verhältnisse könnte ich ohne Schwierigkeiten auf dem Forstberg gelangen. Ich beurteile aus meiner Erfahrung eher auf ZS+, weil ich bisher noch keine Tour mit SS (sehr schwierig) unternommen habe.

 

Start in Weglosen bei wolkenlosem Himmel. Zuerst die Piste hinauf und bei P. 1212 erwischte ich die falsche Spur und ging weiter oben bis offene Weidegelände von Alp Chäseren. Da ich ein paar Leute sah, ging ich trotzdem weiter hinauf, mein Wunschziel Rütistein müsste ich begraben. Dann kam einen felsig abbrechenden Ausläufer des Forstberges und ab 1900 M.ü.M.. wird es immer steiler. Man betritt eine kleine Terasse und dann wird es noch steiler (laut SAC- Führer 43° steil, aber kurz) Es kommt zu einer Verengung und dann auf südwestlicher Richtung zum felsigen Grat von Forstberg. Weiter hart unter den Felsen durch zum Gipfelaufbau queren. Nun rechts ausholend auf dem NW- Rücken und über ihn zum Gipfelkreuz.

Sehr schöne Aussicht, wunderbar! Schade, dass ich niemanden mitgenommen habe. Zum zweiten Mal alleine, nach Firsthöreli. Etwa 40 Min. Rast oben bei zügiger kalter Wind, wohl von einer ankommenden Schlechtwetterfront. Als immer mehr Leute kamen, machte ich Platz für die anderen und ging langsam ins Tal hinunter.

Die steilste Stelle fuhr ich ohne Probleme hinunter (auf keinen Fall stürzen! Keine Ausweichmöglichkeiten!). Dann die schönen und (noch) wenig zerfahrenen Hänge bis zum Waldgrenze hinunter. Dann fast die gleichen Route bis ins Tal.

Für Anfänger nicht zu empfehlen, zu steil und anspruchvoll. Gute Spitzkehren und auch gute Tiefschneefahren im steilen Gelände erforderlich.

 

Dann ein einstündiger Spaziergang auf dem zugefronen Sihlsee!

 

Fotos: