Grossglockner, 3798 M.ü.M., Osttirol, Österreich

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Datum: 06./07. Mai 2011

Schwierigskeitsgrad: S

Höhenmeter: innert zwei Tagen: 1883 Meter

Dauer: Lucknerhaus- Stüdlhütte DAV: 2`30 h, Aufstieg

           Stüdlhütte DAV- Grossglockner: 3`50 h, Aufstieg

Wer: Frank, Hans der Bergführer und ich

 

Route:

Lucknerhaus- Lucknerhütte- Stüdlhütte DAV

Stüdlhütte DAV- Ködnitz Kees- Adlersruhe (Erzh. Johann Hütte)- Hofmann Kees- Klein Glockner- Grossglockner

Abfahrt: fast die gleiche Route zurück.

 

Plan nicht vorhanden.

 

Bericht:

Frank und ich fuhren nach Kals am Grossglockner im Osttirol. Dann auf die schmale Strasse weiterhin nach Lucknerhaus.

Dort trafen wir unsere Bergführer Hans aus Innsbruck. Zu dritt gingen wir gemütlich zuerst flacher, dann etwas steilerer nach Stüdlhütte DAV, 2801 M.ü.M. hinauf. Es hat um diese Jahreszeit ungewöhnlich sehr wenig Schnee, sodass ich meine Skis bis zur Hütte hinauftragen müsste. Für mich sieht die Stüdlhütte komfortabler aus, besser als die Schweizerische Alpenhütten.

Am Samstagmorgen früh, der besondere Tag, ging ich alleine mit der Bergführer zusammen Richtung Ködnitz- Gletscher. Frank blieb in der Hütte zurück. Zu zweit erreichten wir dann zum Felsgrat von Adlersruhe. Dort wurde eine Klettersteig errichtet, der zu eine Erzh. Johann Hütte hinaufführt. Diese höchste Hütte von Österreich ist im Frühjahr geschlossen. Von der Hütte zuerst flach und dann zum steilen Firnhang hinauf. Unterhalb der Schulter von der Ostgrat des Klein Glockners Skidepot. Zu Fuss 40 Grad steil zum Schulter hinauf. Oben sieht man die Sicherungsstangen und wir sichern bei jedem Stangen ab. Dann eine schmale Scharte (Wächte!) hinüber und kurz hinunter. An die kompakte Felswand etwa 15 Meter klettern und dann nochmals etwa 30 Meter zu Fuss steil zum Hauptgipfel hinauf. Wir erreichten dann um 10.07 Uhr glücklich auf dem höchsten Gipfel von Österreich.

Ich hatte Glück mit dem Wetter, traumhaft, wirklich warm und so kann ich rundherum alle Gipfeln sehen. Leider kannte ich nur ein paar Gipfeln oder Gruppen, wie Grossvenediger, Ortler, Schobergruppe, Dolomiten, Dachstein oder Watzmann. Die anderen sind für mich unbekannt. Die Schweizer Bergen ist viel zu weit weg, drum braucht man einen Feldstecher um besser zu erkennen.

Wie lange ich oben war, weiss ich wirklich nicht, fühle mich aber eine lange Ewigkeit, also kehrten Hans und ich um und gingen wieder hinunter. Es kamen bereits mehrere Leute und wir müssten knapp kreuzen. Dann erreichten wir beim Skidepot und assen endlich etwas, bevor wir mit unserem Skis bei Glocknerleitl Richtung Köditz Kees hinunterfuhren. Auf dem Gletscher fuhren wir im traumhaften Frühlingsschnee bis knapp zur Hütte. Wir trafen Frank und nach etwa knapp zwei Stunden bereits für den Heimweg aufbrachen. Frank ging zu Fuss, der Sommerweg ist bereits fast schneefrei, und wir fuhren auf die teils etwas dünnen Schneeresten bei auf etwa 2500 M.ü.M.. Dort Ski abschnallen und zu Fuss nach Lucknerhaus zurück.

Ein sehr schönes Erlebnis!

 

Fotos: